Berichte Teamangler

Bites in the tide

Christian Hinrichs B.Richi

Bites in the tide

Flussangelei im ostfriesischen Gezeitenwechsel

Nachdem ich die letzten zwei Jahre mal hier, mal da gefischt hatte, ohne wirklichen Plan, ohne mir einzelne Gewässer bis zum Letzten vor zu nehmen, habe ich mir Anfang 2014 meinen Plan für das erste Halbjahr 2014 zusammengesteckt und hoffte auf eine geile Zeit voller Überraschungen!

Als Startschuss in diesem Jahr kam ein neuer Privatsee, den ich mir mit einigen Freunden gepachtet habe. Ein traumhafter kleiner See mit ca. 2,5 Ha mit sehr gutem Fischbestand, zumindest was die Raubfischliga angeht. Leider konnten wir noch keinen Karpfen landen und haben erstmals angefangen zu besetzten. Einige schöne Fische sind schon mal drin und müssen sich nun erstmals durch die Speisekarte futtern, kräftig abwachsen und sich in Ihrem neuen Zuhause einfinden.

Diese Zeit werde ich Ihnen gönnen und meine Nächte in diesem Jahr zu einem sehr großen Teil hauptsächlich an zwei Fließgewässern meines Vereines verbringen um die Flussangelei mit all seinen Lastern zu intensivieren. Ich kann zur Zeit nur Short-Session durchziehen, diese Art der Angelei passt momentan am Besten in mein Leben, da es sich durch meine Arbeit und privaten Verpflichtungen nicht anders bewältigen lässt.

Man sollte öfter mal vor die eigenen Füße schauen, nicht nur in die weite Ferne. Und da ich karpfentechnisch in diesen Gewässern noch weitgehend jungfräulich bin, wird es ein Durcharbeiten werden. Wenig Schlaf, verschlammte Klamotten, Krabben und häufiges Kontrollieren der Ruten werden hier mein ständiger Begleiter sein. Aber genau das macht für mich den Reiz, und das hier dicke Fische sind, steht außer Frage. Zwar werden diese wahrscheinlich keine 50 Pfund Fische sein, aber das ist auch gar nicht das Ziel. Ziel ist, diese Fließgewässer kennen zu lernen. Alles aus zu probieren, zu erfahren welche Taktik, welches Herangehen die meisten Bartelträger auf die Matte bringt.

Session 1

Der erste Ansitz stand Anfang Mai an. Bis dahin testete ich, ob die Fische durch massiven Futtereinsatz auch hier im Fließgewässer an des Platzt zu holen sind. Die abseits liegende Jokerrute wird jedoch immer dabei sein und die nicht gefütterten Stellen befischen. Ich fütterte die Spods ganze 2 Wochen mit täglich ca. 3-4 Kilo Murmeln an. Die Reste des Vorjahres mussten weg und daher entschied ich mich zuerst diese Taktik zu testen.
Da ich täglich zur selben Zeit angefüttert habe und auch meist eine halbe Stunde dort verbracht habe um zu beobachten, konnte ich nach wenigen Tagen schon die ersten Fische am Platz wahrnehmen, die bei den ersten Würfen mit der Futterschaufel genau beim Auftreffen der Murmeln auf die Wasseroberfläche im Randbereich abdampften. Ich hoffte auf Karpfen. Als Rig kommt für mich eines in Frage, das STIFF RIG. Gerade wegen der starken Strömung bei ablaufendem und auflaufendem Wasser wie auf durch die Wollhandkrabben gibt mir dieses Rig in Verbindung mit dem B.Richi Grippa-Inline Blei mit 200 Gramm die meiste Sicherheit . Und selbst diese schon recht hohe Gewicht, wird in der Hauptströmung weggerissen.
Was aber meiner Meinung nach nicht so schlimm ist, das es maximal bis zur Steinkante des Randes gezogen werden kann, da wo die Burschen eh fressen dürften.

Am 3. Mai entschied ich mich dann abends um Halb acht meine Sachen zu packen, es kribbelte einfach in mir und ich fuhr los. Nach einem kurzen Plausch mit Kollegen die ein Stück Fluss aufwärts saßen, erreichte ich meine Spods und sah zu meine Ruten ins Wasser zu bringen und mein Brolly aufzustellen. Alles fertig, ab auf die Liege und jetzt hieß es gespannt auf die Nacht warten und die Ruhe zu genießen.Aber falsch gedacht. Wer hier Ruhe sucht oder entspannt fischen will, der ist hier falsch. Durch die Strömung, treibende Pflanzenteile und Holz ist der Bissanzeiger, den man sonst so gerne hört, nach zwei Stunden dein Feind... Die Ruten müssen oft eingeholt werden, wenn man Pech hat beinahe im Stundentakt. Schnell den Schnodder von der Schnur und dem Köder entfernen und weiter geht´s.

Schlafen ist hier Luxus! Und genauso erging es mir auch an diesem Abend... Gegen 0.30 Uhr vielen mir dann doch die Augen zu, es wurde ruhiger, was an der abnehmenden Strömungsgeschwindigkeit lag. Doch dann ging es um 2.45 Uhr wieder los. Piieep, Piieep, Piieep, und dann endlich, Piiiiiiieeeeeeepppppppp. Der Dauerton war da. Ab in die Stiefel, Kopflampe auf den Schädel und an die Rute. Es war die mittlere genau vor meiner Hütte, Anhieb gesetzt und im selben Moment Schoss ein Massiver Schuppi an der gegenüberliegenden Seite an die Oberfläche und mein 3,25 lbs Knüppel krümmte sich wie noch nie. Jetzt hieß es Kescher nehmen und runter krackseln, denn der Wasserstand war ganz unten und ich kam nicht mit dem Kescher ins Wasser. Und deswegen ist es am Besten zu zweit los zu gehen. Nachts in der Dunkelheit die glatten, schlammigen Steine runter zu krackseln ist nicht ohne, wenn man keine Hand frei hat.

Der Fisch hatte direkt an der Steinkante in ca. 50-70 cm Tiefe gebissen und schoss direkt hoch. Ich konnte ihn aber langsam in meine Richtung bekommen als die Rute links neben mir auch noch abpfiff. Egal, eins nach dem anderen dachte ich mir, die Schnurbremse war ja auf. Als ich ihn ca. 3 Meter vor mir schön an der Oberfläche Richtung Kescher zog, tauchte dieses mortz beschuppte U-Boot wieder ab, wälzte sich an der Oberfläche und dann..... AB!!! Ahhhhh! Aber ich konnte mich jetzt nicht lange ärgern, neben mir piepte es weiter. Diesen Freund konnte ich jedoch sicher landen. Leider nicht die Gewichtsklasse wie der andere, aber ein schöner Fisch.

Mehr ging leider nicht und so baute ich am nächsten morgen halb acht wieder ab und fuhr los, die Familie wartete. Alles in Allem war ich zufrieden und ich war erfolgreich. Ob das Füttern jetzt was gebracht hat??? Die nächsten Ansitze werden es zeigen. Auf jeden Fall mal ne ganz andere Angelei, bei der man sich die Fische erarbeiten muss.

Session 2

Am 15. Mai sollte es zur zweiten Session losgehen. Diesmal wurde ich von meinem Hund und zwei Freunden begleitet, die auch sehr gespannt auf diese Art der Angelei waren. Seid der ersten Session hatte ich bis jetzt durchgehen weiter gefüttert. Es flogen weiterhin jeden Tag 3-5 Kilo Boilies ins Wasser, und das bereits 4 Wochen am Stück. Wir trafen uns um gegen Abend am Wasser und bauten auf. Ich befischte wieder exakt dieselben Stellen wie beim letzten Mal. Als die Ruten lagen war auflaufend Wasser und der Höchststand war erreicht. Und durch den Regen der vergangenen Wochen, unterschied sich dieser doch deutlich vom Wasserstand des letzten Ansitz. Es war um einiges höher. Aber dafür hatten wir traumhaftes Wetter und genossen den Sonnenuntergang bei einem kühlen Bierchen.

Es war sternenklarer Himmel, Vollmond und die Nacht drohte sehr kalt zu werden. Gegen elf Uhr legten wir uns ab und ich war froh, dass mein Hund neben mir auf der Liege als Heizung agierte, es war echt frostig. Mittlerweile war das Wasser wieder am ablaufen, und daher piepten die Bissanzeiger in auch beim letzten Mal kontinuierlich. Doch trotzdem schliefen wir ein, bis um 01.00 Uhr wieder die Rute direkt vor meinem Brolly abpfiff! Der Bissanzeiger überschlug sich fast und der Fisch marschierte Fluss abwärts in Richtung der Ruten meiner Freunde. Nach dem Anhieb konnte ich dem Fisch die Flucht in diese Richtung aber ausreden und er startete mit voller Flusspower in die andere Richtung durch. Die Schnurbremse schrie förmlich und ich war mir sicher, ist das wieder ein größerer??? Nach ca.10 -15 min hatten wir den Fisch dann im Kescher. Ein schöner Schuppenmann mit 28 Pfund rekelte sich auf der Abhakmatte und dann ging doch tatsächlich die Rute links daneben auch noch ab: Hammer, wie beim letzten mal. Leider stieg dieser Fisch auch wieder aus.

Doch wir waren guter Hoffnung, was den Rest der Nacht angeht. Die Landung eines Fisches ist zu zweit gerade nachts bei dieser Ufersituation echt angenehmer, da bei niedrigem Wasserstand der Fisch fast nicht mit dem Kescher erreichbar ist und man dann im dunkeln die Steinkante runter klettern muss. Leider tat sich bis zum Sonnenaufgang um 04.30 / 05.00 Uhr nicht mehr viel. Wir kontrollierten noch einmal die Ruten und legten uns nochmal hin. Das häufige Einholen der Ruten ist hier unabdingbar, da sich viel Dreck an den Schnüren festsetzt, der entfernt werde muss. Auch Krabben blockieren oder greifen sich den Köder auch ab und an. Deswegen lieber einmal öfter den Arsch von der Liege hoch, kontrollieren und neu ausbringen!

Als die ersten Sonnenstrahler rauskamen raffte ich mich um 8 Uhr auf und baute auf dem Weg hinter uns das Frühstück auf. Pfannkuchen sind genau das richtige am morgen dachte ich mir, dann hörte ich auf einmal meine Kumpels auf dem Zelt toben, Biss!!!! Auch dieser Fisch trat die Flucht Richtung flussabwärts an, nur leider auf unserer Uferseite und zog die Hauptschnur direkt in die Äste des über dem Wasser hängenden Baumes, unter dem der Köder abgelegt war. Zum Glück bekamen wir die Schnur während des Drills wieder frei und konnten auch diesen Fisch sicher landen. Ein wunderschöner Spiegelkarpfen mit 21 Pfund. Jetzt gab es erstmals Frühstück und wir genossen die warmen morgendlichen Sonnenstrahlen. Als wir die Pfannkuchen gerade im Bauch waren, piepte eine meiner Ruten wieder: Piep,. Piieep, dann wieder Ruhe. Mein Kumpels meinte noch: Ach, piept nur wegen der Strömung. Doch ich ging zur Sicherheit den Deich hoch und schaute zu meiner Rute. Der Swinger hing im Gras und die Schur zuckte. Nach dem Anhieb war klar, dass ist der nächste Bartelträger, der dem Knoberry Boilie in der direkt vor der Steinpackung nicht widerstehen konnte. Ein traumhafter grau/blau schimmernder Schuppenkarpfen mit ebenfalls 21 Pfund. Diese Session hatte ich also durchaus gelohnt. Und wiedermal beweist das, dass man auch bei Vollmond gut fängt.

 

Mit dieser Nacht ist jetzt die Phase des massivem Anfütterns erstmals vorbei. Ich konnte zwar bei beiden Ansitzen fangen, aber ich werde nur erstmals testen, wie es ohne Anfüttern wird. Eher fällt auf, dass die Fische bei niedrigem Wasserstand im Gezeitenwechsel beißen und vermutlich in kleinen Trupps oder Schwärmen . Das würde auch die Doppelruns erklären. Im nächsten Teil werde ich euch von der anderen Strategie, einem anderen Fangplatz und eventuell anderen Ködern berichten, die ich einsetzten möchte.

Session 3 und 4

Die nächsten zwei Male zog ich, wie angekündigt, ohne langes Anfüttern los. Beim ersten Versuch blieb ich meiner alten Stelle treu. Das Wetter war ideal, der Luftdruck stimme. Doch leider ging nicht. Nicht ein Piepser. Auch beim nächsten Versuch am Vatertag, wo ich mit einem Kumpel an einen verbundenen Nebenfluss sogar mit anfüttern einen neuen Spot anlegte, konnten wir keine Fische auf die Matte legen... Für mich stand fest, ohne anfüttern wird das nichts. Die Plätze müssen unter Futter stehen.

Session 5

Die nächsten Ansitz, die an einem ganz neuen Spot stattfinden sollte, begann ich drei Tage vorher an zu füttern. Ich hatte mir über längere Zeit einen langen Kurvenbereich angesehen, wo sehr viel Fisch zu beobachten war und der ein oder andere Karpfenrücken des öfteren die Wasseroberfläche durchbrach. Gegenüber der Angelstelle, im Kurveninneren erstreckte sich eine Größe Sandbank, die jedoch nur bei Niedrigwasser zu sehen war aber langsam bis fast zur Flussmitte abfiel. Dann kommt die Kante. An dieser Stelle ist die Jümme zwischen 15 u. 25 Meter breit und hat bei hohem Wasserstand mittig eine Tiefe von ca. 2,5-3 Metern. Es ist einfach unabdingbar, Gewässer im Vorfeld gut zu erkunden, sich mal die Zeit nehmen und einfach nur ne Stunde das Geschehen vom Ufer aus zu beobachten.

Beim ersten Ansitz verabredete ich mit meinem Kumpel Henning. Er konnte an diesem Freitag ein bisschen eher am Wasser sein als ich, da ich nicht so schnell von der Arbeit loskam. Als ich gerade auf dem Hinweg war, rief er mich schon an und hatte den ersten an der Leine. Zwar kein Riese, aber ein schöner Startfisch mit 15 Pfund. Ein erster Erfolg war da, so konnte es weitergehen. Der Biss erfolgte direkt hinter der Sandbank bei auflaufend Wasser in der Kehrströmung.

Nachdem ich meine Sachen aufgebaut hatte und mein Hund Emma ihren Platz auf meiner Liege in Beschlag nahm, lief dann auch mein erster Fisch ab. Ein 20er Spiegler mit riesigem Saugmaul. 3 Stunden später der nächste Run. Ich konnte den Fisch aber nur kurz spüren, dann war er ab und hinterließ nur eine kleine Schuppe auf der Hakenspitze. Diesmal versuchte ich mich auch an einem anderen Köder. Ich hatte noch eine Dose mit Muschelfleisch dabei, welches ich einfach im Mesh am Grund wie einen Boilie anbieten wollte. Aber da die Krabben das auch sehr toll fanden, ließ ich das ganz schnell sein.

Am nächsten Morgen ca. 8uhr pfiff der nächste ab. Diesmal aber wieder ein größerer. Ich hatte meine größte Mühe diesen Kameraden überhaupt an die Oberfläche zu bekommen. Die dicke Dame war wie am Grund fest genagelt. Nach zehn Minuten hatte ich den Fisch vor dem Kescher, doch dann kam mir der geniale Gedanke ein Bild vom Drill und Keschern haben zu wollen. Mein Kumpel holte die Kamera und ich versuchte ihn in Schach zu halten. Das Foto vom Drill gelang, vom Keschern nicht mehr. Der Schuppi schlitze kurz vorher aus.

Also Jungs, erst Keschern, dann Fotos. Das war wieder ein schmerzhafter Verlust, denn es war wieder ein größerer. Alles in Allem konnte ich jetzt gewiss sein, die richtige Stelle gefunden zu haben. Auch zeichnet sich ganz klar ab, das anfüttern bringt an diesem Fluss die Fische. 3 Tage reichen aber dicke!

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Session 6

Der 5te Ansitz erfolgte genau eine Woche später. Genau der Tag wo Deutschland gegen Frankreich ran musste. Mein Kumpel sorgte dafür, dass wir Fußball am Wasser gucken. konnten und ich nahm die Mühen des Anfütterns dafür in Kauf. Am Wasser angekommen bauten wir fix alles auf. Es war Brüllende Hitze und kein Baum in der Nähe, der Schatten spenden könnte. Anfangs war es recht Windstill und man konnte wieder reges Treiben an der Wasseroberfläche sehen. Aber wir wollten kein Oberflächenangeln. Wir wollten sie am Grund. Aber heute war alles anders, der Fluss war von treibenden Pflanzenteilen. Wahrscheinlich war irgendwo heute der Uferbereich gemäht worden. Wir hofften, dass es bald aufhört. Leider war dies nicht der Fall, und selbst beim Fußballspiel unserer Elf mussten wir andauernd hoch und die Ruten einholen und vom Kraut und Gestrüpp befreien. Eile Lästige Angelegenheit, wo wir doch eigentlich unsere Bissanzeiger wegen anderer Gründe hören wollten. Zu späterer Stunde zogen Wolken auf und es kühlte ab und ich hoffte auf mehr Wind und Regen. Das ist das Beste Wetter, kühler und ungemütlich. Aber wir gaben die Hoffnung nicht auf.

Um 00.30 Uhr sollte das Warten ein Ende haben. Der Bissanzeiger der Rute, die ich nochmal nach ganz links gelegt hatte, schrie. Der erste Fisch, ein lang gezogener Schuppenkarpfen mit 23 Pfund. Es war genau die Rute, die ich in der Dämmerung nochmal ganz nach links gelegt hatte. Er biss auf einen aufgepoppten Fischboilie mit Knoblauchnote von CoD Baits.

Und dann ging es im 2 Stunden Takt so weiter.

Um 03.00 Uhr der Zweite, ein sehr kraftvoller 21 Pfund Spiegelkarpfen mit einer markanten alten Verletzung. Ein Riss hinter dem After. Dieser Fisch bleibt immer im Gedächtnis. Der krönende Abschluss kam dann um 05.00 Uhr. Jetzt war es meine rechts liegende Rute. Genau dort, wo ich am letzten Wochenende gefangen hatte. Aber dieser Biss war anders, es was von Anfang an nur ein Dauerton. Durchgehend Piiieeeepppp. Ich rannte los, schlug an und wusste, das ist wieder ein größerer. Jetzt kein Risiko eingehen, den wollte ich nicht wieder verlieren. Da das Wasser so weit unter war, musste ich wieder die glitschige Steinkante runter und als der Schuppi im Kescher war und ich ihm aus dem Wasser heben wollte, war klar, der hat mehr Gewicht als die anderen vorher. Ab in den Wiegesack und an die Waage gehängt. Der Zeiger pendelte und blieb knapp unter 30 Pfund stehen. Das war bislang der Größte, ein massiver Schuppi mit 29,5 Fund und breitem Rücken und Stiernacken.

 B.Richi Carp Tackle B.Richi Carp Tackle B.Richi Carp Tackle

Leider konnten wir die Fische nicht überreden, die Boilies von meinem Kumpel zu vernaschen. Obwohl wir die Ruten abwechselnd stellten, mit gleichen Ködern bestückten und auch sonst aller gleich machten, sollte es nicht sein. So kann es gehen. Aber davon darf man sich nicht unterkriegen lassen. Immer weiter machen, dann kommt der Erfolg von allein.

Diesen Spod werden wir auf jeden Fall weiter befischen, denn er wird uns noch einige Überraschungen bringen. Im Spätherbst werde ich dann an die strömungsreicheren Flussabschnitte wechseln. Sicher werde ich euch dann wieder von meinen Erlebnissen bis zum Jahresende berichten. Vom Fluss meiner Heimat. Von der Jümme. Macht selber eure Erfahrungen mit Futterstrategien und scheut euch nicht vor den Gezeiten, den starken Strömungen und den anderen Unannehmlichkeiten. Es lohnt sich hier seinen Horizont zu erweitern und mal was anderes zu erleben.

Eins steht fest, Fisch gibt es satt, und 30 Pfund ist noch lange nicht die Spitze.

Bis dann. Petri, Euer Christian

B.Richi Carp Tackle