Es ist Mitte Juli 2014 als mein Telefon klingelt und mich die Frage ereilt, ob ich in wenigen Tagen mitkommen möchte zum legendärem “Rainbow-Lake” Wollen – ja klar, aber aufgrund eines anstehenden Lehrgangs verneinte ich die Tour zunächst – zum 3. mal.

Allerdings habe ich da die Rechnung ohne meine Frau gemacht, denn die machte mir recht unmissverständlich klar, das ich mitfahren sollte da sie das gejammer nicht schon wieder ertragen wollte.

Widerwillig war ich nicht und so machte ich mich Mitte August mit Nils auf den Weg gen Bordeaux. Unseren Informationen nach sind die Fische Im Rainbow-Lake grade in den Sommermonaten viel im Freiwasser unterwegs und so waren wir mit dem uns “zugewiesenem” Platz sehr zufrieden und voller Zuversicht.

Am Samstag morgen kam dann aber leider ein massiver Dämpfer: Vor einigen Tagen hatte es hier einen massiven Kälteeinbruch gegeben und seitdem standen die Fische wohl wie angenagelt im Holz… Diese Aussage bewahrheite sich dann leider auch in den nächsten Tagen.Trotzdem konnte ich mit sorgfältig platzierten Ruten, genau dosiertem Futter und teils stark auffälligen Ködern 7 Läufe verbuchen wovon ich 6 Fische bis 23,6kg landen konnte.

Bei einer Tour an ein Gewässer wie dem Rainbow muss man definitiv Vertrauen in Material und Köder haben. Mit dem Fast-Down FS Vorfachmaterial in 25lbs, dem Classic Boilie und dem Anti-Snag Hook, meiner selbstgerollten Variante des Pine-Beach Boilies und einer Auswahl an 12mm Neon PopUps aus der Centurion Range war ich aber auch hier wieder “auf der sicheren Seite” und konnte meine Ruten beruhigt auch mal über 48Stunden liegen lassen, sodass Ruhe auf dem Platz einkehrte und die stark unter Angeldruck stehenden Fische vertrauen in den jeweiligen Platz fassen konnten.

Die Rigs die ich verwendete und eine entsprechende Bauanleitung findet ihr bei Interesse in der Dezember-Ausgabe der CarpConnect.

Der einzige Unterschied ist, das ich die Rigs am Rainbow wesentlich länger gebunden habe – bis zu 50cm – um Abstand zum Blei und zu der durch den Subfloat senkrecht aufsteigenden Schlagschnur/Hauptschnur zu gewinnen.

MFG Jan Grashoff